Schweden: Auszeit & Mission

13Oktober
2018

Kiruna - wie Eisenerz eine Stadt frisst.

Am Mittwochabend machen wir eine Übernachtung direkt an der E10 am Camp Lappeasuando Lodge, um am nächsten Tag direkt weiter Richtung Kiruna zu fahren. Dort haben wir bereits die Bergbaubesichtigung der weltgrößten Eisenerzgrube gebucht, die zurzeit nur samstags stattfindet. Der Stellplatz hier ist nicht besonders schön gelegen, aber am Abend überraschen uns Nordlichter, die man so intensiv nur selten sieht. Also wieder beobachten und auch das ein oder andere Foto machen ... denn heute zeigt sich das Naturphänomen am Himmel auch in der seltenen rötlich-violetten Farbe.

Nach spätem Frühstück fahren wir am Donnerstag noch wenige Kilometer bis an den Stadtrand von Kiruna. Hier bleiben wir zwei Nächte auf einem Campingplatz am See. Das Wetter ist den ganzen Tag regnerisch und wir haben mal Zeit, unsere Wäsche zu waschen, ein paar Formalitäten via Internet und die Einträge in unserem Tagebuch hier zu erledigen. 

Am Samstagmorgen starten wir dann nach Kiruna und bestaunen die wirklich hässliche "Eisenerz-Metropole", in der Teile der Stadt inzwischen unbewohnt sind und dem Bergbau zum Opfer fallen. Sehenswert, aber nicht lebenswert. wink Zudem ist Kiruna Standort der ESA, von dem es auch ins Weltall geht ... Jörg hat den Raumanzug getestet und ist starklar! cool

Um 14 Uhr starten wir vom "Folketshus" mit dem Bus der LKAB auf die Bergbaubesichtigung. Das Ziel liegt 500 Meter unter der Erde ... und wir sind gespannt. Nach einer kleinen Rundfahrt durch die Stadt und Erläuterungen, welche Teile Kiruna´s bald nicht mehr existieren werden, fahren wir abwärst in die Tiefe. Beleuchtete Straßen im Berginneren, zweispurig, aber auch ein wenig unheimlich. Nach etwa 300 Meter unter der Erde stoppt unser Bus und leider kann es nicht weitergehen, da es im Inneren der Grube wohl Probleme gibt. undecided Na super - es geht zurück zum Ausgangspunkt - die Besichtigung kann heute leider nicht stattfinden. Ärgerlich, auch für alle anderen im Bus, da alle einen weiten Weg für diesen Tag zurückgelegt haben. Aber gut, die Grube, die Straßen unter der Erde und die Stadt haben wir gesehen ... und den stolzen Preis für die Besichtigungstour wird erstattet. 

Exkurs: https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-stadt-die-mit-ihrer-mine-wandert-ld.1413588

Da wir nun schneller als gedacht an unserem Carado sind, starten wir noch heute zurück zu unserer "Basis" in Slagnäs. Wir ziehen die rund 420 Kilometer heute durch, treffen gegen 22 Uhr bei Claudia und Ronny im Camping Slagnäs ein und werden wieder so herzlich empfangen! Danach sind wir wirklich platt und sagen erst einmal Godnatt och vi ses imorgon!

Etappe nach Kiruna: https://goo.gl/maps/JsPdUkezgnB2

Etappe von Kiruna nach Slagnäs: https://goo.gl/maps/gMPM2cqW7dv

Bilder der letzen Tage:

Auf dem Weg nach Kiruna.

  Camp an der E10. Rot-violett im Nordlicht! Trübe Tage auf dem Camping Nähe Kiruna. Jörg ist startklar für das All. Kiruna von oben. Auf mit dem Bus in die Grube. Einfahrt in die Grube. Unheimlich geht es bergab.